Liebe Eltern und Erziehungsverantwortliche!

Im Juni letzten Jahres hatte ich in einem Elternbrief an die Eltern der Oberschule Bunde bereits auf gefährliche Mutproben hingewiesen, die in den sozialen Netzwerken kursieren, die gerne von Kindern und Jugendlichen weltweit genutzt werden.

Nun wurde durch einen Fall in Palermo, Italien bekannt, wie weit diese "Challenges" gehen können:

Ein zehnjähriges Mädchen hat sich bei einer solchen " Blackout Challenge" oder "Hanging Challenge" auf der Plattform "TikTok" selbst bis zur Bewußtlosigkeit mit einem Gürtel gewürgt und starb an den Folgen im Krankenhaus. 

Aus diesem Anlass hier mein Brief an die OBS Eltern:

 

Gefährliche Mutproben im Netz!!!!

 

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte der OBS Bunde,

 

die Corona Zeit beschert unseren Schülerinnen und Schülern, Ihren Kindern mehr Freizeit, gleichzeitig können Hobbies und Mannschaftssport kaum ausgeübt werden. Es bleibt also viel Zeit für die Schülerinnen und Schüler um sich mit dem Smartphone und Social Media zu beschäftigen, auch um den Kontakt zu anderen Schülern oder Freundinnen und Freunde nicht zu verlieren wogegen ja auch grundsätzlich nichts einzuwenden ist.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf den Jahresbericht der Seite Jugendschutz.net des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hinweisen.

In dem Jahresbericht wird davor gewarnt, dass Verstöße gegen Jugendschutzbestimmungen im Internet stark zugenommen haben. Insbesondere wird vor sogenannten Challenges oder Mutproben gewarnt, die in den Sozialen Medien wie WhatsApp, Snapchat u. Co. Verbreitet werden:

Z.B. Nagellackentferner oder Grillbeschleuniger auf der Haut anzünden, auf fahrende Züge klettern, einen Kurzschluss an einer Steckdose zu erzeugen, eine vielbefahrene Autobahn zu Fuß überqueren……..an verrückten und gefährlichen Ideen mangelt es hier nicht!

Als Vater weiß ich natürlich selber, wie schwer es ist, die Kontrolle über den Umgang von Kindern mit dem Handy, insbesondere ab dem Alter von 14 Jahren, zu behalten. Die Kinder betrachten das als Eingriff in ihre Privatsphäre. Bleiben Sie konsequent und argumentieren Sie am besten damit, dass es nicht darum geht, die Chats mit den Freundinnen und Freunden zu kontrollieren sondern dass es Ihre Pflicht ist, Ihre Kinder vor den Gefahren im Netz zu schützen und Sie, bis zur Volljährigkeit die Verantwortung für Ihre Kinder haben.

Unsere Ministerin Frau Giffey dazu:

"Selbstgefährdungswettbewerbe, Mobbing oder sexuelle Anmache sind kein Spaß. Wir dürfen nicht hinnehmen, dass Kinder im Netz immer öfter mit Inhalten konfrontiert werden, die ihnen Angst machen oder sie verstören. Sie haben das Recht, gut aufzuwachsen und sich ohne Angst zu bewegen - offline wie online.“

 

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich und auf Ihre Schutzbefohlenen auf!

Hier der Link zum Jahresbericht der Seite jugendschutz.net:

 

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/gefaehrdungen-von-jungen-menschen-im-netz-nehmen-zu/156244

Herzliche Grüße

Folkert Kruse

 

Schulsozialarbeit

 

 

 

Übermäßiger Medienkonsum

 

In Zeiten von Corona und den damit zusammenhängenden Kontaktbeschränkungen ist es durchaus verständlich, wenn Kinder sich auch mit Inhalten aus dem Internet beschäftigen und sich so die Zeit vertreiben. Diese Tatsache birgt allerdings die Gefahr des übermäßigen Medienkonsums.

Eine neue Studie der DAK-Gesundheit belegt, dass sich der Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen durch die Auswirkungen der Corona - Beschränkungen um beinahe 75 % erhöht hat.

Diese Anzeichen sprechen für einen übermäßigen, und damit ungesunden Umgang mit digitalen Medien:

 

1. Zu viel, zu lange zu intensiv

2. Verminderte Leistunbgsfähigkeit

3. Familienleben wird beeinträchtigt

4. Freundschaften werden vernachlässigt

5. Hobbies treten in den Hintergrund

6. Es kann zu psychischen Auffälligkeiten oder+

7. Schlafstörungen kommen

 

Wenn Sie den Eindruck haben, der Umgang mit Medien, Smartphone, Tablet oder Spielekonsole problematisch ist, empfehle ich Ihnen die Seite der DAK

https://www.dak.de/dak/meine-familie/mediensucht-bei-kindern-2295590.html#/

Am besten, Sie kopieren sich den Link in Ihren Browser!

 

Hier finden Sie auch die oben genannte Studie der DAK - Gesundheit als PDF zum Download.